Operationen
Röntgen
Ultraschall
Venenmessung/
Dopplerindex
Konservative
Therapie
Individuelle
Gesundheits-
leistungen




 

Wir führen die konservative Therapie sämtlicher Erkrankungen des Bewegungsapparates durch. Dies beinhaltet Chirotherapie, spezielle Gipsbehandlungen oder Schienenversorgungen. Ebenso werden sämtliche Erkrankungen des Gefäßsystems an Halsschlagader/Bauchschlagader/Arm oder- Beingefäßen behandelt. Im folgenden möchten wir Sie über einige Punkte unserer konservativen Therapie gesondert informieren. Siehe hierzu bitte auch "Individuelle Gesundheitsleistungen".

 

• Verödung von Krampfadern
Bei der Varikosis werden 4 Formen unterschieden: Stammvarikosis, Seitenastvarikosis, retikuläre Varikosis und Besenreiservarikosis. Den beiden letztgenannten Formen kommt nur kosmetische Bedeutung zu. Durch das Einspritzen eines Verödungsmittels in die Vene wird eine Venenentzündung ausgelöst, welche zum Verschluß des Gefäßes führt. Die Behandlung der Stammvarikosis erfolgt v.a. chirurgisch, da Verödungen in diesem Bereich nicht immer vollständig das Gefäß auf lange Zeit verschließen. Bei Rezidiven/hohem Narkoserisiko kann jedoch ein Verödungsversuch unternommen werden. Einen hohen Stellenwert hat die Verödung bei Seitenastvarikosis (v.a. nach operativer Stammvenensanierung), retikulärer Varikosis und Besenreiservarikosis.

Darstellung der Gefäße mittels "Veinlite"

 

Kompressionstherapie
Bei de
r konservativen Therapie der Venenschwäche/von Krampfadern spielt die geeignete Verordnung von Kompressionsstrümpfen eine wichtige Rolle. Diese gibt es in 4 Klassen (I-IV). Jede Klasse übt einen definierten Druck auf das Bein aus und bildet damit ein Widerlager für die Muskulatur. Hierdurch wird die Förderleistung der Muskelvenenpumpe verbessert.

• Thrombosetherapie
Bei einer Thrombose handelt es sich um eine Blutgerinnselbildung in den Gefäßen. Im Bereich der Venen unterscheiden wir Thrombosen des oberflächlichen und des tiefen Venensystems.
Die Entzündung und Thrombose des oberflächlichen Venensystems wird auch als Thrombophlebitis bezeichnet. Sie entsteht häufig auf dem Boden einer Varikosis. Gefährlich wird die oberflächliche Thrombose bei mündungsnaher Lage zum tiefen System, denn dann besteht die Gefahr einer Lungenembolie. In diesem Fall wird Ihnen zur dringlichen Operation mit Unterbindung der Verbindung ins tiefe Venensystem geraten. Ansonsten ist die konservative Therapie mit gewichtsadaptierter Verordnung von Bauchspritzen und konsequenter Kompression ausreichend.
Bei einer tiefen Beinvenenthrombose kommt es meist zu Schwellungen und Schmerzen im betroffenen Bein, ca. ein Drittel der Patienten ist jedoch beschwerdefrei! Die Gefahr, daß das Blutgerinnsel sich löst und eine Lungenembolie auslöst, ist bei der tiefen Thrombose viel höher als bei der Thrombophlebitis. Im Akutstadium ist die gewichtsadaptierte Verordnung von Bauchspritzen und konsequente Kompression notwendig. In den letzten Jahren wird auch die Therapie der tiefen Thrombosen hauptsächlich ambulant durchgeführt, da bis auf wenige Ausnahmen die Patienten meist keine Bettruhe einhalten müssen. In den meisten Fällen wird man überlappend zur Therapie mit Bauchspritzen die Gerinnungshemmung durch ein Medikament einleiten (Marcumar). Siehe hierzu auch "Merkblätter".

• Therapie der pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
Bei der arteriellen Verschlusskrankheit kommt es durch zunehmende Ablagerungen an den Gefäßwänden zur Durchblutungsstörung des betroffenen Armes/Beines. Es treten zunehmend Schmerzen beim Gehen auf, welche zu Pausen veranlassen (daher der Name "Schaufensterkrankheit").
Wir unterscheiden 4 Stadien:
· Stadium I: Patient beschwerdefrei, Ablagerungen an der Gefäßwand bei Routineuntersuchung entdeckt
· Stadium II: Schmerzen beim Gehen, durch kurze Pause Verschwinden der Beschwerden
· Stadium III: Schmerzen auch in Ruhe, z.B. nachts
· Stadium IV: Geschwüre/abgestorbenes Gewebe im Bereich der Arme/Beine, meist beginnend an Zehen/Fingern

Im Stadium I wird Ihnen lediglich ein Medikament zur Prophylaxe verordnet (z.B. ASS 100). Im Stadium II können zusätzliche gefäßerweiternde Medikamente sowie intensives Gehtraining eingesetzt werden. Im Stadium III und IV sind operative Maßnahmen meist nicht zu umgehen.

Stadium IV der AVK
 

• Ulcusbehandlung
Geschwüre ("offene Beine") können durch oben genannte Durchblutungsstörung oder durch Krampfadern verursacht werden. Auch eine Kombination von beiden Ursachen ist möglich. Neben der Therapie der Ursache des Geschwüres gibt es inzwischen moderne Wundauflagen, welche die Abheilung beschleunigen.

"Offenes Bein"
 
• Diabetische Fußbehandlung
Beim zuckerkranken Patienten entsteht die offene Stelle meist durch Druckschäden, da durch Diabetes mellitus die Schmerzempfindlichkeit herabgesetzt wird. Ggf. liegt auch eine Kombination mit einer Durchblutungsstörung vor. Im Endstadium der Erkrankung bricht das gesamte Fußgewölbe zusammen. Auch hier ist wieder eine Therapie mit modernen Wundauflagen, Therapie der Ursache sowie ggf. spezielle Einlagen oder Schuhversorgung notwendig.

Ulcera infolge Druckschaden